www.malermeister-nicoli.de Blog Feed: Red Dot Award – Ausgezeichnete Tapete

Die Marburger Tapetenfabrik hat für ihre Kollektion Colani Legend den Red Dot Award: Product Design 2019 gewonnen. Colani Legend ist die vierte Tapetenkollektion, die das
Familienunternehmen und Designer Luigi Colani miteinander erarbeitet haben.

Die Designs der Colani Legend Kollektion sind von der Bionik – dem Zusammenspiel von Natur und Technik – inspiriert und bestechen durch ihre Kolorits und ein Novum: Zum ersten Mal in der über
170-jährigen Geschichte des Tapetenherstellers kommt eine Carbonpräge zum Einsatz.

 

„Ich freue mich sehr über den Red Dot Award“, sagt Ullrich Eitel, geschäftsführender Gesellschafter der Marburger Tapetenfabrik. „Das Design unserer Tapeten ist uns seit jeher wichtig. Diese
Auszeichnung beweist, dass es herausragend ist und dass wir damit Trends setzen können.“

 

Der Red Dot Award: Product Design ist einer der größten Designwettbewerbe weltweit. 2019 reichten Gestalter und Hersteller aus 55 Nationen mehr als 5.500 Produkte zum Award ein. Die
internationale Jury probiert während eines mehrtägigen Bewertungsprozesses die Produkte aus, diskutiert sie und fällt letztlich ein fundiertes Urteil über die gestalterische Qualität der
Einreichungen.

 

Fotos: Marburger Tapetenfabrik

Mehr Informationen: marburg.com

www.malermeister-nicoli.de Blog Feed: Workflow & Farbe

Bei der Farbgestaltung am Arbeitsplatz ist einiges zu beachten, denn: Nicht jede Farbe passt mit ihrer Wirkung in jedes Zimmer – und manche Farben sollten besser nur sparsam zum Einsatz
kommen. Wie schaffe ich eine angenehme Atmosphäre die allen gefällt? Hier sind unsere Tipps für Sie.

Die Farbkonzeption eines Büros wird sicher gelingen, wenn ein klares Gestaltungsziel formuliert wird, die Gestaltungsparameter beachtet werden und die Farbwahl zum jeweiligen Unternehmen passt.
Im Mittelpunkt sollte immer der Mensch mit seinen individuellen und emotionalen Bedürfnissen stehen. In Anbetracht der Verzahnung zwischen Privat- und Berufsleben kommt es vor, dass Menschen in
ihrem privaten Wohnumfeld arbeiten, umgekehrt sollte mehr Wohnlichkeit den Weg in die Büros der Zukunft schaffen. Hierbei sind funktionale und ästhetische Aspekte zu berücksichtigen: Hinsichtlich
der Funktionalität sind Büros heute flexibler in ihrer Nutzung, statische Wände beweglich, Kommunikationsbereiche ausgebaut und Rückzugsoasen geschaffen. Fitnessräume und sogar
Entertainment-Bereiche entstehen. Ästhetischen Aspekte sollten jedoch nicht zu kurz kommen. Jetzt stellt sich die Frage: Wie schaffe ich eine Atmosphäre, die allgemein gefällt? Schwierig, doch
machbar, denn Menschen sind unterschiedlich geprägt und Geschmäcker driften oft auseinander. Fakt ist, dass Ausstattung, Einrichtung, Material- und Farbwahl viel bewirken kann. Es lohnt daher die
Überlegung, wo wir uns besonders gerne aufhalten oder unsere Freizeit verbringen. Das kann der Garten, eine Stadt, das Feriendomizil, Wohnzimmer oder Lieblingsrestaurant sein. Die Farben und
Materialien, die diese Orte prägen, sind positiv besetzt. Sie lassen sich analysieren und in neuem Kontext in eine Innenraumgestaltung integrieren – auch in einen Büroraum.

Fotos: Caparol

Tipp 1: Natürliche Farben nutzen

Besonders wohl fühlen sich die meisten Menschen in der Natur. Farbstimmungen mit natürlichen Assoziationen stoßen deshalb auf breite Zustimmung. Da wir im Büro abgeschirmt von der Außenwelt viel
Zeit verbringen, teilweise bei Dunkelheit ankommen und weggehen, liegt es nahe, eine natürliche Farbatmosphäre in den Innenraum zu transportieren.

Innerhalb eines Bürokomplexes mit natürlich assoziierten Farbstimmungen zu arbeiten, empfiehlt sich aus einem weiteren Grund: Immer mehr Firmen setzen auf Nachhaltigkeit. Der Klimawandel ist
allgegenwärtig, Umweltschäden und Artensterben traurige Realität. Daher wird immer mehr auf Materialien gesetzt, die haltbar sind, Ressourcen schonen, recycelt und unbedenklich sind. Das „grüne“
Firmenimage soll sich auf jeden Fall in der Raumgestaltung widerspiegeln und so positiv auf Mitarbeiter und Kunden wirken.

 

Tipp 2: Farbpaletten vordefinieren

Empfehlenswert ist es, Mitarbeiter-/innen in die Neugestaltung ihrer Büroräume einzubeziehen. Dies geschieht häufig hinsichtlich praktischer Bedürfnisse und Platzanforderungen. Bei der farblichen
Gestaltung ist die Mitsprache nicht immer möglich. Mitbestimmung kommt jedoch super an, wenn zumindest in Teilbereichen eine Farbwahl ermöglicht wird. Dazu könnten beispielsweise vordefinierte
Farbpaletten für einzelne Akzentwände zur Auswahl stehen. So wäre in einem Bürokomplex eine einheitliche Farbsprache gewährleistet und trotzdem auch die Farbvorlieben des Kollegiums
berücksichtigt. Das kann die Motivation und Freude an der Arbeit fördern.

 

Tipp 3: Starke Kontraste vermeiden

Büroräume gliedern sich in Bereiche der Konzentration, Kommunikation und Regeneration. Diese Differenzierung lässt sich farblich unterstreichen, indem Arbeitsplätze, die eine hohe Konzentration
erfordern, ruhiger gestaltet werden als Kommunikationsbereiche. Kombinationen von hellen und dezenten Farben ohne starke Kontraste sind hier denkbar. Um Spiegelung und Blendung zu vermeiden,
empfehlen sich grundsätzlich matte Oberflächen. In kommunikativen Bereichen kann die Gestaltung lebendig und markant ausfallen. Wichtig ist, dass sich die unterschiedlich genutzten Räumlichkeiten
differenzieren, denn das wirkt anregend und sorgt für Abwechslung.

 

Tipp 4: CI-Farben aufgreifen

Nicht nur die Farbtöne, sondern auch Materialien und Oberflächen sollten variieren, um eine positive, freundliche Atmosphäre zu schaffen, die zum Firmenimage passt. Eventuell lassen sich auch
Firmenfarben in das Gestaltungskonzept integrieren, allerdings sollte der Einsatz von CI-Farben mit Bedacht erfolgen. Zu plakativ eingesetzt, könnte die Wirkung als zu aufdringlich, aggressiv
oder einfallslos beurteilt werden. Sparsam dosiert und eingebunden in die allgemeine Farbstimmung kann eine Firmenfarbigkeit zur Identifikation mit dem Unternehmen beitragen. Besonders im
Empfangsbereich und in Besprechungsräumen mit repräsentativem Charakter sind Logofarben durchaus passend.

 

Tipp 5: Inspiration liefern

Bereiche der Regeneration wie Pausenräume ermöglichen eine kurze Auszeit zur beruflichen Tätigkeit. Eine ruhige und geordnete Atmosphäre unterstützt mehr den Erholungswert als unruhige
Kleinteiligkeit, die etwa durch offene Regale, Pinnwände oder gemusterte Materialien entstehen kann. Farblich lassen sich auch „Rückzugsräume“ prägnant gestalten. Es kommt auf eine
abwechslungsreiche Farbstimmung an, die erfrischt und inspiriert.

 

Tipp 6: Richtig kombinieren

Alle Wände in Weiß oder in einem Farbton zu streichen, führt schnell zu Ermüdung. Eine Gestaltung mit vielen kräftigen Farbtönen könnte hingegen „laut“ wirken und zu Reizüberflutung und
Konzentrationsschwierigkeiten führen. Es kommt auf eine ausgewogene Farb- und Materialkombination an, die sich zwischen „reizarm“ und „reizstark“ bewegt. In Treppenhäusern sowie Sanitärbereichen
spricht wegen der kurzen Verweildauer nichts gegen den Einsatz von kräftigen Farbtönen – auch nicht auf größeren Flächen. Im Gemeinschaftsbüro sind starke Akzente nur auf kleinen Flächen ratsam.

 

 

Bei der Farbwahl ist auch die Lichtsituation entscheidend. Ausgewählte Farbtöne sollten deshalb vor Ort im jeweiligen Raum bei Tageslicht und künstlicher Beleuchtung geprüft und gegebenenfalls
angepasst werden.

 

www.malermeister-nicoli.de Blog Feed: Ökologie der Wärmedämmung

Bei der Materialauswahl für eine Wärmedämmung spielen neben technischen und finanzielle Aspekte die klimarelevanten Parameter eine große Rolle.

Lesen Sie im zweiten Teil unserer neuen Serie über die Themenwelt Wärmedämmung alles über die Ökologie der Wärmedämmung.

Wenn über klimarelevante Aspekte einer Wärmedämmung diskutiert wird, stehen die Verwendung fossiler Rohstoffe, der Energieaufwand bei der Herstellung, bedenkliche Inhaltsstoffe und
Entsorgungsmöglichkeiten im Vordergrund. Doch wenn man sich bei synthetischen Dämmstoffen Gedanken macht über die Verwendung von Erdöl und Energie bei der Herstellung, müssen dem die durch die
Dämmung gewonnenen Einsparungen gegenübergestellt werden. Gleiches gilt für Bedenken bezüglich Gesundheit und Umwelt. Den teilweise bedenklichen Inhaltsstoffen und Entsorgungsproblemen stehen die
Vorteile einer Dämmung für Gesundheit und Umwelt gegenüber.

Für die Dämmstoffherstellung werden bei manchen Materialien fossile Rohstoffe verwendet. Auch wird Energie für Herstellung und Transport benötigt, und durch die dafür erforderlichen
Verbrennungsprozesse wird CO2 emittiert.

Primärenergiegehalt

Je nach Verarbeitungsgrad gibt es Dämmstoffe, für deren Herstellung kaum Energie verwendet werden muss, zum Beispiel Flachs- oder Hanfdämmstoffe sowie Dämmstoffe aus Recyclingmaterialien.

Mineralische und synthetische Dämmstoffe, aber auch Holzweichfaserplatten und Korkplatten haben höhere Werte.

Für die ökologische Bewertung der Dämmung sind die einzelnen Zahlenwerte wenig aussagekräftig. Sie können als Art Investition gesehen werden, die durch die Energieeinsparung nach einem bestimmten
Zeitraum wieder eingebracht wird (Armortisation). Eine Aussage über die Bedeutung der Herstellungsenergie für die ökologische Bewertung lässt sich daher besser über die Amortisationszeit treffen.


Der Primärenergieinhalt (PEI) bezeichnet die Menge an Energie, die für die Bereitstellung der Rohstoffe und deren Weiterverarbeitung bis zum fertigen Produkt erforderlich ist. Dazu zählt auch der
Transportaufwand.

Bild: Deutsche Bauzeitung

Amortisation

Für die ökologische Bewertung der Dämmung sind die einzelnen Zahlenwerte wenig aussagekräftig. Sie können als Art Investition gesehen werden, die durch die Energieeinsparung nach einem bestimmten
Zeitraum wieder eingebracht wird (Armortisation). Eine Aussage über die Bedeutung der Herstellungsenergie für die ökologische Bewertung lässt sich daher besser über die Amortisationszeit treffen.

 

Recycling

Die meisten Dämmstoffe können bei sortenreinem Rückbau wiederverwendet werden. Mineralische Dämmstoffe können zerkleinert werden und zur Bodenlockerung oder als Zuschlag für Beton und Mörtel
eingesetzt werden. Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen können in manchen Fällen kompostiert werden, ansonsten ist auch hier eine thermische Verwertung möglich. Auch bei Polyurethanplatten
ist ein Recycling möglich. Produktionsreste und -verschnitte können geschreddert und als Einblasdämmstoff verwendet werden. Sortenrein rückgebaute Polyurethanplatten können bei hohen Temperaturen
in Glykolysepolyol umgewandelt werden, welches wiederum als Rohstoff für die Polyurethanplattenherstellung dient.

Die aus Klimaschutzaspekten wichtigste Eigenschaft einer Wärmedämmung ist die CO2-Einsparung. 55 Prozent der CO2-Emissionen privater Haushalte entfallen auf den Energieverbrauch für Raumwärme.
Das entspricht 112 Millionen Tonnen CO2 jährlich (Quelle: Umweltbundesamt).

 

Zellulose

Von allen betrachteten Dämmstoffen hat Zellulose die beste CO2-Bilanz. Die anfangs emittierte Menge an CO2 wird bereits nach 1,4 Monaten eingespart. Die längste Amortisationszeit hat XPS mit 7,2
Monaten. Obgleich sich der Aufwand bzgl. Herstellungsenergie, Heizöleinsparung und CO2-Emissionen bei allen betrachteten Dämmstoffen schnell amortisiert, ist dies beim Zellulosedämmstoff am
deutlichsten.

 

Ähnlich dem Zellulosedämmstoff, der aus Altpapier hergestellt wird, gibt es eine Vielzahl weiterer Recyclingdämmstoffe. Diese umfassen Produkte, deren Basis nachwachsende Rohstoffe sind, wie ein
Jute-Dämmstoff aus recycelten Kakaosäcken, ebenso wie synthetische Dämmstoffe aus PET- Flaschen oder recyceltem Polyurethan.

Auch wird ein Glaswolle-Einblasdämmstoff (Supafil) bereits zu 72 Prozent aus recyceltem Altglas hergestellt. Werte für die betrachteten klimarelevanten Parameter der Recyclingdämmstoffe liegen
derzeit nicht vor, diese sind jedoch deutlich geringer als von vergleichbaren Nicht-Recyclingdämmstoffen.

Nicht direkt aus Recyclingmaterialien, eher aus einem Abfallprodukt der Natur, werden Neptungras- und Seegrasdämmstoffe hergestellt. Diese Dämmstoffe haben die Gemeinsamkeit, dass der Rohstoff
bereits vorliegt und sich der vergleichsweise geringe Herstellungsaufwand nur auf die Verarbeitung bezieht. Anstatt die Rohstoffe gleich einer thermischen Verwertung zuzuführen, wird die
Nutzungsphase verlängert.

→ Lesen Sie im nächsten Teil alles über Gesundheit und Umwelt

www.malermeister-nicoli.de Blog Feed: CO2-neutrale Bodenbeläge

Zu einem gesunden, unbelasteten Raumklima gehört auch die richtige Bodenbeschichtung. Dafür hat der Bauchemie-Spezialist StoCretec die funktionale Bodenfarbe StoCryl BF 700 für
mineralische Untergründe entwickelt. Die emissionsarme Acrylatfarbe erfüllt die hohen Anforderungen an nachhaltiges Bauen nach DGNB und LEED und ist zudem CO2-neutral – denn es wird zu 100
Prozent mit regenerativen Energien produziert.

Ergänzend unterstützt StoCretec das zertifizierte Klimaschutzprojekt „Wasserkraft in Antsirabé“ in Madagaskar. Durch die zusätzliche Aufforstung von 40.000 Bäumen auf der Projektfläche werden
insgesamt circa 400 Tonnen Kohlendioxid eingespart.

 

Einfache Verarbeitung

Mit StoCryl BF 700 lassen sich Betonböden einfach und vielseitig gestalten. Der einkomponentige Anstrich wird verarbeitungsfertig geliefert – einfach aufrühren, aufrollen und fertig. Er ist
abriebfest, leicht zu reinigen und überzeugt mit seiner guten Deckkraft. Tönbar nach RAL Farbtonfächer und StoColor-System erfüllt StoCryl BF 700 nahezu alle Farbwünsche. Die
Metallic-Chipsmischungen silver, gold und copper setzen zusätzlich funkelnde Highlights. Mit der ebenfalls neuen einkomponentigen Versiegelung StoCryl BF 750 werden diese optimal im Anstrich
eingebunden. Für unverwechselbares Design sorgt StoCryl BF 700 Metallic mit den Verarbeitungstechniken Metallic-Ballotini und Metallic-Effect. Zwei Verarbeitungsvideos zeigen die Details der
Applikation.

 

Vielseitig einsetzbar

So vielseitig wie die Gestaltungsmöglichkeiten ist bei StoCryl BF 700 auch die Anwendung. Für den einfachen Anstrich einer Ölauffangwanne ist StoCryl BF 700 aufgrund seiner hohen chemischen
Beständigkeit genau das richtige Produkt. Ebenso gut eignet sich die Bodenfarbe für Keller- und Hobbyräume, Dachböden, Treppen sowie Wasch- und Trockenräume. Mit ihrer Farbvielfalt und den sieben
Metallic-Farbtönen sind der Kreativität bei Aufenthaltsräumen, Empfangsbereichen, Fluren, Verkaufs- sowie Ausstellungsräumen und Balkonen keine Grenzen gesetzt. Diese Vielfältigkeit in
Kombination mit der chemischen Beständigkeit setzt neue Maßstäbe. Für die unterschiedlichen Anwendungsfelder stehen entsprechend angepasste und geprüfte Systemaufbauten zur Verfügung.

 

Kellertreppen oder Flure, Aufenthalts- und Empfangsbereiche, Balkone oder Dachböden: StoCryl BF 700 eignet sich für vielfältige Anwendungen.

Fotos: OX.11/StoCretec

www.malermeister-nicoli.de Blog Feed: Klassische Muster, Schablonen und Shabby Chic

Neben zahlreichen technischen Innovationen wartete die FAF 2019 selbstverständlich auch mit Highlights für die Wandgestaltung auf. In Verbindung mit einem Kalk-Lehmputz und nach Wunsch
mit einer Veredelung durch pigmentierte Seife ermöglichen beispielsweise großformatige Schablonen mit klassischen Mustern ein Wandkleid im gefragten Shabby Chic.

Schablonen sind im Malerhandwerk allgegenwärtig. Man denke nur an gemalte Hausnummern oder an Markierungen, etwa in Parkhäusern oder auf Parkplätzen. Diese Arbeiten werden in der Regel mithilfe
einer Schablone ausgeführt. Neben den „nützlichen“ Schablonen sind jedem Handwerker, der sich schon einmal mit klassischen Malertechniken befasst hat, vor allem aber Musterschablonen ein Begriff.
Egal ob Blumenranken, Mäanderbänder oder die derzeit beliebten Schriftzüge – mithilfe von Schablonen lassen sich einzelne Wandbilder, endlose Muster oder Schmuckbordüren schnell und relativ
einfach an die Wand (oder auch an die Decke oder den Boden) bringen.

Mit Schablone zum Shabby Chic

Trotz aller Vorteile von Schablonen war es in der Innenraumgestaltung in den letzten Jahren ruhig geworden um die einst so beliebten Malvorlagen. Statt schönen Mustern stand die Materialität im
Vordergrund. Man denke nur an die unzähligen Kreativtechniken, mit deren Hilfe sich Beton, Stein oder gar Rost und Kupferpatina imitieren lassen. Der Industrial Style hat Einzug in die Wohnwelt
gehalten. Mit diesem Stil bekennt man sich gerne zum unperfekten Schönen. Auch der ebenfalls beliebte Shabby Chic setzt auf den Charme des Unperfekten. Allerdings zeichnet sich letzterer im
Gegensatz zum Industrial Style durch eine verspielte, feminine Note aus. Und, mal ehrlich, wer entscheidet denn größtenteils, wie die Wohnung eingerichtet wird? Richtig, die Frau!

Auf der FAF in Köln präsentierte der schwäbische Farben- und Lackprodukzent Jaeger eine Kreativtechnik, die verspielte Muster und Putzflächen mit deutlicher Patina gekonnt verbindet. Und die
Muster, wer hätte es geglaubt, entstehen mithilfe von fünf großformatigen Schablonen.

Fotos: Jaeger

Von prachtvoll bis exotisch

Die fünf Schablonenmotive sind ganz unterschiedlichen Stilrichtungen entlehnt: Mit der Schablone „India“ lässt man den prachtvollen Glanz der Maharadschas wieder aufleben, mit „Africa“ und
„Oriental“ holt man sich aufregend exotisches Flair in die vier Wände, „Arabic“ zaubert traumhafte Arabesken und mit „Italia“ wird der unvergleichliche Charme venezianischer Paläste
nachempfunden. Letzterer erinnert beispielsweise an Omas Spitzendeckchen, wie Lorenz Vogt, Bereichsleiter Marketing bei Jaeger augenzwinkernd sagt.

Die Schablonen im stattlichen Format von 50 x 70 cm – die Schablone „Italia“ mit ihrem Kassettenmuster bzw. Spitzendeckchen-Design ist sogar 50 x 100 cm groß – sind aus stabilem Kunststoff
gefertigt und lassen sich selbstverständlich nach der Reinigung mit Wasser wiederverwenden. Sie werden in den verarbeitungsfertigen Kalk-Lehmputz „Calce Argilla“ eingebettet. Dank der
Materialkombination aus feinem Marmormehl mit Natursanden, hohem Lehmanteil und integrierten Cellulosefasern sind mit dem Putz auch hohe Schichtdicken möglich. Ein Aspekt, der sich beim Arbeiten
mit den Schablonen äußerst positiv auswirkt. Denn so treten die Muster extrem plastisch hervor. Das hohe Standvermögen des Putzes erlaubt außerdem extrem scharfe Musterkanten, die beim Abnehmen
der Schablone nicht verwischt werden.

Ganz bewusst nicht ganz perfekt

Die Verarbeitung ist einfach, sofern man mit Traufel und Kelle umzugehen weiß. Die erste Schicht des Kalk-Lehmputzes wird glatt aufgezogen. Nach einer Trocknungszeit von etwa 12 Stunden bringt
man eine zweite Schicht auf. Diese muss nicht gleichmäßig sein, Fehlstellen oder Unebenheiten sorgen bereits jetzt für die spätere charakteristische Patina der Technik. Direkt nach dem Aufziehen
bettet man in den frischen Putz die Schablone ein. Diese wird, ganz nach Wunsch, komplett überspachtelt, oder, um den nicht ganz perfekten Charakter zu unterstreichen, nur partiell in den Putz
gedrückt. So erscheint das Muster später bruchstückhaft. Nach dem Abheben der Schablone kann der Putz jederzeit noch nachbearbeitet werden. So kann ein Teil des Musters wieder glatt gezogen
werden, um so eine ausgebesserte Wandstelle zu imitieren. Diese Methode macht die Kreativtechnik übrigens auch so unproblematisch in der Umsetzung, verrät uns Michael Jägersküpper, Leiter der
Anwendungstechnik. Wurde das Muster versehentlich beim Abheben der Schablone verwischt oder die Putzfläche vor der Trocknung zufällig beschädigt, verzieht man den Putz an dieser Stelle einfach
und „baut eine erwünschte Ausbesserungsstelle ein“. Das funktioniert übrigens auch prima bei einem fortlaufenden Muster, wie etwa dem Kassettenmuster, wenn die Schablone nicht exakt angesetzt
wurde.

Fotos: Jaeger

Kreativtechnik mit Mehrwert

Da der Kalk-Lehmputz mit den Mineralfarbkonzentraten des Herstellers in Pastelltönen eingefärbt werden kann, bleiben auch farblich bei der neuen Kreativtechnik keine Wünsche offen. Die
anscheinend über Jahrzehnte in Würde gealterte Optik der Putzoberflächen mit Schablonenmuster kann man durch eine Veredelung mit eingefärbter Wachsseife noch verstärken. Hierzu wird die Seife,
der bis zu drei Prozent Farbkonzentrat beigemischt werden kann, mit dem Pinsel auf die trockene Putzoberfläche aufgetragen. Beim anschließenden Abreiben mit einem Baumwolltuch verbleibt die Seife
nur in den Vertiefungen und betont dadurch einerseits den dreidimensionalen Effekt, andererseits verleiht sie dem Putz seine Patina.

Auch wenn die besondere Optik der Putztechnik im Vordergrund steht, so verbessert diese ganz nebenbei auch noch das Wohnklima. Bekanntlich sorgen Lehmputze für ein besonders gesundes Raumklima,
da sie Feuchtigkeit aus der Raumluft puffern können. Dank seiner Alkalität, die auf den Kalkanteil zurückzuführen ist, weist der Putz außerdem einen natürlichen Schimmelschutz auf. Laut
Hersteller wird sogar Formaldehyd aus der Raumluft gefiltert und abgebaut.

www.malermeister-nicoli.de Blog Feed: Fassadenprojekt in Tel Aviv

Fünf Teams von Stuckateur- und Maler-Azubis kümmern sich um die Risssanierung und Putzertüchtigung am denkmalgeschützten Max-Liebling-Haus in der „Weißen Stadt“ in Tel
Aviv. 
Die Stadt wurde in den 1930er und 1940er Jahren von jüdischen Architekten als moderne Wohnstadt für Emigranten und Flüchtlinge aus Europa errichtet.

Für eine spannende Arbeitswoche lang tauschen ab dem 23. März 15 Stuckateur-Azubis und 7 Maler-Azubis ihr heimisches Arbeitsumfeld mit einer ganz besonderen Baustelle in der „Weißen Stadt“ Tel
Aviv. Bildungsaustausch und interkultureller Erfahrungszugewinn sowie handwerklicher Wissenstransfer sind die Ziele des in Kooperation mit der Sto-Stiftung geplanten Fassadenprojektes am
denkmalgeschützten Max-Liebling-Haus in Tel Aviv.

Jeweils eine Woche lang werden drei Teams zu je fünf Stuckateur-Auszubildenden der Berufsschule und des Überbetrieblichen Ausbildungszentrums Leonberg an der Fassade des Max-Liebling-Hauses
arbeiten. Nach Risssanierung und Putzertüchtigung werden sieben Maler-Auszubildende aus sieben deutschen Berufsschulen die Fassade in neuem Glanz erstrahlen lassen. Nach den jeweils einwöchigen
Workshops steht ein dreitägiges kulturelles Begleitprogramm mit einer Reise nach Jerusalem, zur Gedenkstätte Yad Vashem, nach Haifa und Akko und ein Rundgang durch die Weiße Stadt Tel Aviv auf
dem Programm.

Von israelischer Seite werden in jeder Kolonne fünf junge Handwerker mitarbeiten, die „Israel Antiquities Authority“ wird Auszubildende beisteuern und eine Klasse von Architekturstudenten der
Bezalel Universität in Jerusalem hat Interesse bekundet. Die Geschäftsstelle Weiße Stadt Tel Aviv im Amt für Bundesbau in Mainz wird sich um das kulturelle Begleitprogramm kümmern. Die
Sto-Stiftung stellt die Mittel für den handwerklichen Bildungsaustausch zur Verfügung.

Fotos: Yael Schmidt

Die „Weiße Stadt“ in Tel Aviv wurde in den 1930er und 1940er Jahren von jüdischen Architekten als moderne Wohnstadt für Emigranten und Flüchtlinge aus Europa errichtet. Seit 2003 zählt sie zum
UNESCO-Weltkulturerbe, rund 2.000 der 4.000 Gebäude stehen unter Denkmalschutz. Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) unterstützt den Erhalt dieses baukulturellen Erbes
aktiv, ideell und finanziell mit dem Projekt „Zentrum Weiße Stadt Tel Aviv“, in dem Vertreter der Stadt Tel Aviv und der Tel Aviv-Jaffa Foundation engagiert sind – und unterstreicht damit die
gemeinsame historische und baukulturelle Bedeutung der „Weißen Stadt“ für Deutschland und Israel. Aktuell hat die Innensanierung des Max-Liebling-Hauses begonnen, das Dreh- und Angelpunkt des
bilateralen Projektes werden und als Nachbarschafts-, Besucher-, Wissensvermittlungs- und Denkmalschutzzentrum rechtzeitig zum Bauhausjahr im Herbst 2019 eröffnet werden soll.