DETLEF BACH: Augen schweigen nicht

Von Gestalten zu künden, die in neue Körper verwandelt wurden, treibt mich der Geist. Ihr Götter – habt ihr doch jene Verwandlungen bewirkt –, beflügelt mein Beginnen und führt meine Dichtung ununterbrochen vom allerersten Ursprung der Welt bis zu meiner … Weiterlesen

DETLEF BACH: Othello to go

Das grünäugige Ungeheuer: So wird die Eifersucht in Shakespeares Othello bezeichnet. Und zwar von Jago, dem Fähnrich des schwarzen Generals Othello. Er will seinen Herrn in das klebrige Netz jenes grünäugigen Monsters locken… Und was sagt Othello? Er sagt: Unser … Weiterlesen

DETLEF BACH: LOVERBOY

Als er, den wir uns vor die Seele rufen, die vielen Menschen sah, stieg er auf einen Berg. Er setzte sich, und seine Anhänger traten zu ihm. Dann begann er zu reden und lehrte sie: „Ooh love ooh loverboy / … Weiterlesen

DETLEF BACH: Nachtmahr-Triptychon

Albträume werden meist besser erinnert als schöne Träume. Schlimme Erlebnissen festigen bestimmte neuronale Verbindungen im Gehirn stärker als schöne Ereignisse. Schreckliches brennt sich sozusagen ein im Gedächtnis. Zehn Prozent der Erwachsenen haben gelegentlich Albträume, fünf Prozent regelmäßig, das heißt ein … Weiterlesen

DETLEF BACH: Pietà

Ich sehe was, was du nicht siehst…?  Für den Philosophen Ludwig Wittgenstein ist die Frage des Aspektwechsels eine Frage der Fähigkeit, „etwas als etwas zu sehen“. Denjenigen, dem diese Fähigkeit abgeht, nennt Wittgenstein „aspektblind“. Aspektblindheit ist mit Farbenblindheit oder mit „dem … Weiterlesen

DETLEF BACH: IRON MAM

… das höchste aber / Von allen Gütern ist der Frauen Schönheit. gleich wie wir noch gestalten in wolken oder ein gesicht im mond sehen so liessen sich in rissen und wölbungen des gestirns kaum anderes als silhouetten von körpern … Weiterlesen

DETLEF BACH: Der Schreck dieses Augenblicks

„Den Schreck dieses Augenblicks werde ich nie vergessen“, fuhr der König fort. „Du wirst ihn vergessen“, sagte die Königin, „es sei denn, du errichtest ihm ein Denkmal.“ (Alice im Wunderland)

DETLEF BACH: Ein Bild von Verspieltheit

Ein Intellektueller? Was ist das doch gleich? Woran erinnert einen das, was der da von irgendwo, wie von nebenan mitphantasiert, mitklirrt, mitschwingen lässt? Ist er ein Förster im Unter- wie auch Überholz des Ur- und Geistesadel, ein Moralpfleger im Gehege … Weiterlesen