Atomlabor Blog | Dein Lifestyle Blog: It Just goes / Ex​-​Factor von Flevans | SOTD Funky Shizzle Musik Tipp im Stream

It Just goes / Ex​-​Factor von Flevans | SOTD Funky Shizzle Musik Tipp im Stream

Was für eine großartige Entdeckung. Ich habe gerade Flevans Musik für mich entdeckt.

Disco Funk, Soul, Boogie und Breakbeats. Kurz: Großartig, was der Typ aus Brighton da umsetzt. Der Multiinstrumentalist Nigel Evans schnappt sich u.a. uralte Klassiker der Black Music / Hip Hop und webt diese gekonnt in ein neues funkelndes Gewand ein. 


Im Song „It Just Goes‚“ droppt die talentierte Sängerin aus Bristol, Sarah Scott, ihre Vocals auf den bouncigen Soulsound von Flevans und sorgt für Energie. Zu Lauryn Hills Song-Adaption „Ex-Factor“ gibt es auch nur ein Wort des Staunens von mir „wow“, denn hier intoniert Laura Vane den Fudgees Klassiker und das so geschmeidig, dass man wünschen könnte, Lauryn hätte noch diese Stimme.

These two are an absolute dream team and they show respect to the original arrangement but deliver it with a fresh twist and inject it with a new lease of life.


Machen wir es kurz, der Künstler, der bei Jalapeno Records unter Vertrag ist, hat was drauf und ich werde sicher das nächste Vinyl kaufen. Bei Jalapeno hat man eh ein gutes Händchen für britische Künstler, so feiere ich ja auch noch Mount Pleasant von Smoove + Turrell. Anfang 2019 soll dann Flevans‘ sechste Album -‚Part-Time Millionaire‘ erscheinen. 

Also „Asche auf mein Haupt“, dass mir dieser Künstler bisher durchgegangen ist. 

Stay tuned:
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Atomlabor Blog | Dein Lifestyle Blog: Kutiman – Don’t Hold Onto the Clouds | Full Album Stream

Kutiman - Don't Hold Onto the Clouds | Full Album Stream

Halt dich mal nicht an den Wolken fest. 

Heute gibt es Musik von Ophir Kutiel, den kennst du besser unter seinem Künstlernamen Kutiman. Kutiman ist ein israelischer Musiker, Komponist und Produzent und war schon 2016 mit seinem Groovemonster-Album 6AM in meinem Blog zu Gast. 

Seit 2016 war er beim Kölner Indie Label Melting Pot Music unter Vertrag, jetzt Cargo Records, Siyal, und bastelt seither interessante Beats. Teilweise verträumt, sphärisch, impressionistisch, dann wieder voller Groove und tanzbar. Bekannt und „berühmt“ wurde er durch seine Thru-YOU MashUp Mixe, welche aus YT-Soundschnipseln bestehen. Er komponiert also mit Tonfundstücken aus dem Netz und ist eine Basis der Remixkultur – erschaffe neues aus altem. 



Mit „Don’t Hold onto the Cloud“ wird es wesentlich entspannter, denn hier wird es so sphärisch das Kubricks 2001 dagegen schon fast wie ein Rennwagen erscheint. Sich bei Kutimans Musik in neue Sphären träumen ist also recht easy und mehr als Hintergrundmusik bei Kreativarbeiten, dieses Album ist schon fast Pflicht. Es ist ein meditativer Ansatz, eine Reminiszenz an Alice Coltrane ohne Funk, mehr Wisdom Eye mit den gezogenen Harfenklängen, nur ohne Harfen. Ach was schreibe ich, es ist anders. Man muss es einfach mal hören und sich darauf einlassen. Eigentlich der perfekte Soundtrack um gut zu schlafen. 

In the era of the brand, Kutiman is an anomaly. A musician who’s a video artist who’s a producer who’s an animator who’s also the unwilling star of one of Israel’s most successful recent documentaries, his every record contrasts with whatever it was that came before. But that’s fundamental to his appeal: no one, not even him, really knows what to expect next. Unsurprisingly, therefore, ‘Don’t Hold Onto The Clouds’ is no different, which means it’s like nothing he’s ever done. Most artists would acknowledge this by working under pseudonyms, but Kutiman is – yes, you’ve guessed it – different again. “If I changed my name every time I wanted to do something new,” he laughs, “I think I’d have too many names!” 


Keine Frage, es wird polarisieren, es wird nicht jedem gefallen, aber wer sich darauf einläßt, der entdeckt viel Energie in seinen Werken. 
Don’t Hold onto the Cloud“ ist übrigens nicht nur auf YT und Bandcamp zu finden, sondern auch als Tape und Vinyl. 

4 Tracks, jeweils fast 10 Minuten lang und extravagant. Wobei „Lucid dream“ ganz klar mein Favorit ist und hey, wer weiss, vielleicht regt der Sound ja wirklich zum luciden Träumen an. Lend me an ear. 

Kutiman – Don’t Hold Onto the Clouds by Kutiman

Shoplink Vinyl:

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Atomlabor Blog | Dein Lifestyle Blog: Smoove & Turrell – Mount Pleasant | Album Tipp

Smoove & Turrell - Mount Pleasant | Album Tipp

Mount Pleasant wartet auf dich. 

Stell dir mal vor du möchtest eine „greifbare Retro-Atmosphäre auf hochwertigen HipHop-Beats“ erschaffen, wie würdest du das anstellen? Ich würde persönlich nicht auf so einen Stilmix kommen wie es das englische electronica Duo Smoove and Turrell geschafft haben, aber würde im Fundus alter südfranzösischer Filme graben. Ein bisschen Folk-Rock und NuDisco dazu und schon hätte ich meinen Stile. So ähnlich und ich knirsche gerade mit meinen Zähnen, haben es die Beiden auch gemacht, aber gingen noch eine Ecke weiter. Funk, „Northern“Soul, eine Prise Acid-Jazz und klassische Hip-Hop Beats werden mit Saxophone und teilweise sogar Mundharmonika unterstützt und mit der Stimme von John Turrell mit Leben gefüllt. WTF?! Das ist so richtig gut und mir vorher noch nicht unter die Finger gekommen. Den britischen Touch hört man meiner Meinung nach raus. Ich stelle mir gerade vor wie episch eine Verbindung mit Omar sein könnte. Vielleicht sollten die Jungs ihn mal anfragen. Die Musik kannst du dir unten im Beitrag reinziehen. 

Kids en masse hiding in the back lanes I wonder if they play it now
Mount Pleasant club packed out on a Sunday


Das aktuelle Album „Mount Pleasant“ entführt mich auf jeden Fall mit dem Track „Hate Seeking Missile“ in diese 80er French Sound World und ergänzt das Ganze mit einer funkigen Eleganz die durch die verspielten Töne eine sonntägliche Chilout-Stimmung garantiert – und das bei bei diesem Text und der Westerngitarre.  Wie immer spielt das Kommentieren gesellschaftlicher Ereignisse eine große Rolle bei Smoove & Turrell’s Lyrics, wie man bei ‘Hate Seeking Missile’ erkennen kann, das kurz nach dem Mord an Parlamentsmitglied Jo Cox geschrieben wurde. Wie irreführend die Musik zum Text doch sein kann und die Message ist ganz klar – wir müssen den Hass abschalten. Getreu der klaren Aussage von Cox, welche sie sich klar gegen den Brexit und für die Aufnahme von Flüchtlingen in Großbritannien ausgesprochen hatte.

Während diese Songs und ‚ihr‘ Mount Pleasant sehr persönlich sind für die beiden Künstler, haben sie trotzdem den Titel gewählt, weil jeder scheinbar einen anderen Mount Pleasant kennt mit einem allgemeinen Thema, dessen Präsenz manche mit ihrem ganzen Leben ausfüllen und manche Menschen auch nicht. Der Albumtitel bezieht sich übrigens auf das Örtchen Mount Pleasant in Gateshead, in der Nähe von Newcastle. In dieser Gegend sind die Beiden nämlich aufgewachsen. Das ist nicht ganz unerheblich zu erwähnen, denn diese Gegend ist nicht unbedingt das „vornehme“ England sondern eher ein Ort der Arbeiterklasse. Vielleicht sind die Texte deshalb auch eher sozialkritisch angehaucht. 
Mich hat das Attentat auf die Parlamentarierin und Mutter Jo Cox auf jeden Fall auch sehr berührt, fand es doch in der Nähe von Leeds statt, wo ein Teil meiner Familie herkommt. 


Aber zurück zur Musik. Das aktuelle Album ist übrigens das fünften Studioalbum und erscheint über Jalapeno Records. Man muss übrigens keine Angst vor schwerer Kost haben, auch wenn sich das jetzt vielleicht gerade so angehört hat. Es sind halt reflektierte Lieder und in Kontext von „Hate Seeking Missile“ sicher aktueller denn je. 

We need a hate seeking missile made from you and me – A hate seeking missile for humanity


Smoove and Turrell sind auch bekannt für ihre begeisternden Livesets und natürlich sind auch wieder diverse Tanzflächenkracher am Start. Die Debütsingle „You’re Gone“ ist ein echter Discohit mit Labelkollegin und Stimmgewalt Izo FitzRoy. 


Premiere feierte der Tune bei Craig Charles in seiner „Big for 2018“ Radio Show Anfang des Jahres, zu erwarten ist, das der Tune die Tanzflächen und Radiowellen den ganzen Sommer füllen wird. 


Aber man kann auch ruhiger und akustisch ist es auch genial.



Obwohl sie als Duo begannen, erweiterten sich Smoove and Turrell schnell und das Album hat tolle Gäste mit der Keyboardikone und Live-„Talisman“ Mike Porter, dem ’slicken‘ Gitarristen Lloyd Wright, Rhythmusmeister Oscar Cassidy am Schlagzeug neben dem berühmten Bassisten Andy Champion. 


Du merkst schon, hier sind Profis am Start und Menschen die Musik leben und lieben. Genau das hört man auf der aktuellen Scheibe auch raus.

Ich würde mal behaupten, diese Platte sollte in ein gut sortiertes Regal eingeräumt werden und regelmäßig auf dem Plattenteller liegen. Am 29. Juni ist Release-Date. Also vormerken Freunde.

smooveandturrell.com

Künstler: Smoove and Turrell
Titel: Mount Pleasant
Label: Jalapeno
Vertrieb: Groove Attack

Release: 29.06.2018
Titelbild © Smoove and Turrell
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Atomlabor Blog | Dein Lifestyle Blog: Mrs. Stanton ist der SOTD | Höre dir die erste Singleauskopplung aus Camper Mode von Kai Otten an

Wer ist eigentlich dieser Kai Otten? Diese Frage drängte sich mir auf, als ich neulich eine Postkarte mit einem Bastelbogen zugeschickt bekam. Ein Bastelbogen aus dem ich ein Grammophon für mein Smartphone basteln konnte… so ohne Kleber, nur he…